
Dann ging's endlich los. Jeder mit ca. 14 kg, einschließlich 2,5 l Wasser, auf dem Rücken. Das, das bei dem schwülen Wetter zum Trinken und Kochen zu wenig sein würde, war uns klar. Für dieses Problem hatten wir Martin's MSR Wasserfilter, so dass wir die Flaschen mit Wasser aus den Bächen auffüllen konnten. Das Ding hat sich super bewährt.
Landschaftlich eine tolle Gegend. Der Trail führte uns durch Sandstein-Felsformationen, über Felstreppen und enge Spalten, durch die wir nur mit viel Mühe unsere Rucksäcke durchgezogen haben. Und ständig ging's hoch und runter. Eine entsprechende Trittsicherheit ist hier gewiss nicht das Schlechteste. Unser Stundenschnitt pendelte sich zwischen 2 und 2,5 km ein.
Zur Mittagspause gab es den nächsten Equipmenttest. Neben Kochern und Zubehör wurde auch die Verpflegung getestet: Klaus hatte 3 Travellunch Tagesrationen "Kalte Regionen" mit verschiedenen Inhalten besorgt. Das Ergebnis war durchaus positiv. So eine Tagesration ist reichlich bemessen und durchaus geschmacklich sehr annehmbar. Ich war erst skeptisch, habe mich aber überzeugen lassen.
Nach über 10-stündiger Wanderung musste Ausschau nach einer Übernachtungsmöglichkeit gehalten werden. Da wir in der Nähe von Consdorf waren, bot sich der dortige Campingplatz an. Die Sache hatte nur einen Haken, bzw. eine Treppe. Wir waren unten im Canyon und der Platz oben auf der Höhe. Also die letzten Kräfte mobilisiert und Stufe um Stufe die besagte Steintreppe hochgekämpft. Oben glaubten wir schon an Halluzinationen. Als wir über den Canyonrand schauen konnten, fiel unser Blick direkt auf "Lou's Burger Bude". Der Abend war gerettet! Burger, Pommes, Cola und Bier zogen wir natürlich unseren EPA's vor. Selten hat eine erste Dose Cola so gut geschmeckt!
Da wir jetzt noch Zeit hatten, haben wir den Heimweg verlängert und sind noch Europas ältesten, aktiven Cache angefahren, den GC40 in der Nähe von Namur in Belgien.




